{"id":16711,"date":"2020-01-02T18:51:53","date_gmt":"2020-01-02T18:51:53","guid":{"rendered":"http:\/\/nina-roth.de\/?p=16711"},"modified":"2020-01-02T20:03:43","modified_gmt":"2020-01-02T20:03:43","slug":"kommunikati-ohne","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nina-roth.de\/?p=16711","title":{"rendered":"Kommunikati-ohne"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Herdentier verwendet vermeintliche Sachlichkeit als Vorwand f\u00fcr andere Bed\u00fcrfnisse. Die Klassiker \u201eschau einmal, wie toll ich bin\u201c oder \u201ek\u00fcmmere dich um mich\u201c \u2013 werden gerne mit beliebigen Sachinhalten gef\u00fcllt, um das eigentliche Bed\u00fcrfnis zu transportieren. Das wird allerdings so nicht ausgesprochen.<br \/>Das Wesen verwendet Sachlichkeit als Sachlichkeit und spricht Bed\u00fcrfnisse gegebenenfalls an. Wenn das Licht an ist, ist es an. Fertig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Hier ist eine Grundverschiedenheit in der Sprachmotivation erkennbar: das Herdentier spricht, damit das Eigentliche verdeckt bleibt, das Wesen benennt das Eigentliche.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge bedeutet das, dass es f\u00fcr das Herdentier gut ist, wenn alles verdeckt bleibt und noch besser, im Verdeckten das eigene Bed\u00fcrfnis bedient wird. Das macht Herdentierbefinden aus.&nbsp;<br \/>F\u00fcr das Wesen ist es gut, wenn eine L\u00f6sung f\u00fcr alle Bed\u00fcrfnislagen gefunden ist und dadurch Raum f\u00fcr Weiterentwicklung entsteht. Das ist wesentliches Wohlempfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Je sachlicher ein Wesen auftritt, umso mehr geht das Herdentier davon aus, dass das Wesen eigentlich etwas verdecken will. Denn Herdentiere kennen lediglich die eigene Wahrnehmung als Ma\u00dfstab.&nbsp;<br \/>Das erzeugt bei den Herdentieren Misstrauen gegen\u00fcber den Wesen, die aus deren Sicht ja so gekonnt die eigenen Bed\u00fcrfnisse, die vermeintlich hinter der Sachlichkeit stehen, verstecken k\u00f6nnen. Es verunsichert die Herdentiere und sie f\u00fchlen sich zur\u00fcckgesetzt, da es bei ihnen immer auch um Rangordnungen geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt, dass in der folgenden \u201eKommunikation\u201c wahrscheinlich die versteckte Bed\u00fcrfnislage des Herdentiers nicht \u201ebedient\u201c wird, weil das Wesen ja tats\u00e4chlich sachlich bleibt. Wenn beispielsweise auf ein \u201eMachst du bitte mal das Licht an?\u201c lediglich der Lichtschalter bet\u00e4tigt und keine Anerkennung ge\u00e4u\u00dfert wird, die wom\u00f6glich mit der Frage versteckt transportiert wurde, f\u00fchlt sich das Herdentier missverstanden oder wenigstens nicht ausreichend gesehen \u2013 obwohl ja das Licht an ist.&nbsp;<br \/>Das erzeugt ein weiteres defizit\u00e4res Empfinden seitens des Herdentieres und es f\u00fchlt sich \u201eherabgesetzt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Da das Herdentier davon ausgeht, dass das Wesen ebenfalls ein verstecktes Bed\u00fcrfnis mittransportiert hat, es aber nicht erkennen kann, beginnt es, nach diesem \u201eVerstecktem\u201c zu suchen \u2013 erfolglos, weil das ja nicht da ist. Das erzeugt dann weitere Unbefriedigung bei dem Herdentier und es sucht und sucht&#8230; w\u00e4hrend das Wesen m\u00f6glichst sachlich l\u00f6sungsorientiert spricht.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn nun Worte aneinandergereiht werden, fehlt die Gemeinsamkeit in der Sprache. Das ist dann keine Kommunikation, sondern etwas anderes.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Weg der ann\u00e4hernd funktionierenden Kommunikation besteht allerdings darin, jenseits aller diversen Motivationen \u2013 stets in Wertsch\u00e4tzung zu sprechen. So begegnen wir m\u00f6glichen Missverst\u00e4ndnissen mit Freundlichkeit und s\u00e4mtliche versteckte Bed\u00fcrfnislagen spielen keine Rolle beziehungsweise werden quasi universell \u201ebedient\u201c. In Liebe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Herdentier verwendet vermeintliche Sachlichkeit als Vorwand f\u00fcr andere Bed\u00fcrfnisse. 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