{"id":16751,"date":"2020-01-09T17:33:25","date_gmt":"2020-01-09T17:33:25","guid":{"rendered":"http:\/\/nina-roth.de\/?p=16751"},"modified":"2020-01-09T23:04:00","modified_gmt":"2020-01-09T23:04:00","slug":"gehwichtigkeit-des-seins","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nina-roth.de\/?p=16751","title":{"rendered":"Gehwichtigkeit des Seins"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein ebensolches modernes Herdentier-Marketingprodukt ist die Abnahme, dass der Mensch wichtig ist. Und besser noch, die kuriose, aber durchaus effektive Idee, die \u201eKr\u00f6nung\u201c der Sch\u00f6pfung zu sein. Wer oder was hier auch immer sch\u00f6pfen mag, schon alleine die Vielfalt und F\u00e4higkeiten der Lebewesen betrachtet, ist der Mensch ein Exemplar in Arten. Nicht mehr und nicht weniger.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Es scheint wohl das Ego der Herdentiere in besonderem Ma\u00dfe anzutriggern, in irgendeiner Form wichtig zu sein \u2013 und doch innerhalb der Herde. So, wie das \u201eAbarbeiten\u201c (dem Wort \u201eabartig\u201c schon recht \u00e4hnlich) von Schuld ist das Versprechen der Wichtigkeit Illusion.&nbsp;<br \/>Die Herde springt auf egoproduktive Konstrukte an, die dauerhaft nicht passen, weil der Mensch eben kein unabh\u00e4ngiges Einzelexemplar ist. Individuell ja, aber nicht mehr. Alle sp\u00fcren es, alle sehnen sich nach Angeh\u00f6rigkeit. Und das ist gut so.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Marketingeffekt liegt nun darin, von au\u00dfen diese Angeh\u00f6rigkeit vorzugeben. Alle die, die ein Reihenhaus besitzen, alle die, die einen SUV fahren, alle die, die&#8230; und die Herde st\u00fcrzt sich eifrig hinein. Doch statt Zufriedenheit wendet sie sehr viel, zu viel Energie auf, genau hierin dann wieder \u201ebesser\u201c zu sein: der sch\u00f6nere Vorgarten im Reihenhaus, etwas mehr Geld als der Nachbar besitzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anerkennen, dass unsere Individualit\u00e4t, die eine Einzigartigkeit darstellt, von innen durch unsere Gaben kommt, entspannen wir wesentlich. Und das angenehme Bewusstsein der Unbedeutung schenkt uns Gelassenheit.<br \/>Im Anerkennen, dass wir ein ebensolcher Teil der Sch\u00f6pfung wie alle anderen Lebewesen sind, erfahren wir eine l\u00e4chelnde Balance.<\/p>\n\n\n\n<p>Sieh hin, die Santosrose, eine sehr sch\u00f6ne Blume. Sie entsteht, sie w\u00e4chst, sie bl\u00fcht als lebendiger Beitrag der Sch\u00f6pfung und sie vergeht. Sie hinterl\u00e4sst Samen, die dann neue Santosrosen entstehen lassen. Im Laufe der Jahre werden sich die Santosrosen ver\u00e4ndern, das ist der Kreislauf der Entwicklung und jede einzelne Santosrose tr\u00e4gt bei.&nbsp;<br \/>Im Anerkennen aller Sch\u00f6nheit dessen, ist unser wesentlicher Weg prinzipiell ebenso. Wir entstehen, haben eine Kombination von Gaben, diese Erbl\u00fchen als lebendiger Beitrag der Sch\u00f6pfung und wir vergehen. Dabei entwickeln wir.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Wesen leben das nat\u00fcrlich, nur der Mensch hat in weiten Teilen offenkundig \u201evergessen\u201c und sich selbst k\u00fcnstlich in eine andere Position begeben.\u00a0Dadurch wackelt die Balance, aber auch diese Dekonstruktion ist Bestandteil des Ganzen.<br \/>Auf Dauer ist die selbst gew\u00e4hlte Kronen-Position n\u00e4mlich langweilig, weil unpassend. So hechtet der Mensch st\u00e4ndig nach Neuem. Produkte auf den Markt bringen, wo es nicht einmal vorher Bed\u00fcrfnisse gab \u2013 die werden dann gleich mit produziert. Krankheiten auf den Markt bringen, weil Medikamente auf Symptome ansprechen, die Profit bringen. Das ist allerdings keine wirkliche Entwicklung, sondern Herdentier-Balancewackeln. Sensationshechten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht nicht darum, etwas Neues zu finden. Das Wesentliche ist fortw\u00e4hrend da. Diese Sch\u00e4tze gilt es, in wesentlicher Demut zu heben. Hinsehen, Entdecken, Erfinden, Kombinieren, Spielen in Freude, ein Bestandteil der Sch\u00f6pfung zu sein. Wertfrei, mit welchen Inhalten auch immer. Von innen.<\/p>\n\n\n\n<p>Achten wir unsere Natur. Ganz nat\u00fcrlich in Liebe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein ebensolches modernes Herdentier-Marketingprodukt ist die Abnahme, dass der Mensch wichtig ist. Und besser noch, die kuriose, aber durchaus effektive Idee, die \u201eKr\u00f6nung\u201c der Sch\u00f6pfung zu sein. 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