Goethehaus – August 2014

Ein Besuch beim jungen Goethe, wie wundervoll. Eines der seltenen Universalgeister unabhängig der Zeit. Und tatsächlich, niemand sonst ist in den Räumen. Eine Zeitreise und doch so nah. Der Dielenboden knarrt beim Durchschreiten. Leise Musik.
Bis hin zum Schreibzimmer. Das Licht fällt auf seinen Schreibtisch. Ich möchte auf der Cheselong gegenüber liegen, einen Tee trinken und ihn beim Denken und Schreiben betrachten. Welch vielfältige Gedanken durchziehen den Raum. Eine ruhige angefüllte Stimmung, getragen von den Büchern und Gemälden nebenan bis hier. Die Silhouette an der Wand, der Schatten. Seine Handschrift.

„Hab nun ach die Philosophey
Medizin und Juristerei,
Und leider auch die Theologie
Durchaus studirt mit heisser Müh.
Da steh ich nun ich armer Tohr
Und bin so klug als wie zuvor. (…)
Es mögt kein Hund so länger leben
Drum hab ich mich der Magie ergeben.“ (Goethe, Faust, frühe Fassung 1775)

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