Lebensstrom

Anders heran als die Herdentiere entwickeln Wesen ihre Identität von innen und jenseits der Rollensegmente. Daher sind folglich die Beziehungen zwischen diesen ebenso anders gestaltet.


Natürlich sind es immer wechselseitige Beziehungen, das ist die Basis. Aber sie finden jenseits der Aufrechnung und des Vergleichs statt. Hier werden dir keine Vorgaben gemacht. Vielmehr ist es ein gleichwertiges Beieinandertragen der beiden Wesen selbst. Es ist demnach ein wechselseitiges „wachsen lassen“ oder „sein“. 
Daher bedarf es auch keiner Erwartungen im Vorfeld, weil erst durch die Gemeinsamkeit der beiden die Beziehung beginnt. In welcher Form auch immer. Vielleicht eine wechselseitige uneigennützige Begleitung und Ergänzung mit Schutz und Geborgenheit. 


Das Geben und Nehmen (jenseits der Anrechnung) fließt permanent, denn durch die wechselseitige Durchdringung profitieren immer beide. Basis ist, dass sich die Beteiligten wohl fühlen und dies in ihren Bedürfnissen äußern – nicht mehr, aber auch nicht weniger. 
Unnützes Herdentierkonkurrenzgerangel ist hier fehl am Platz, ebenso die Bewertung bestimmter Eigenschaften und Leistungen. Uninteressant.
Beide bringen ein, was beide können und möchten und erhalten dafür irgendwas, was dir gut tut. 
Beide kennen die Stärken und Schwächen einander und möchten daran weder ändern noch erziehen. Etwa das Gegenteil vom Herdentier – „wie du mir, so ich dir“.
Beide sind sich der wesentlichen Art bewusst, die Bedürfnisse werden ohne Wertung akzeptiert.
Ob das nun die verbale Kommunikation, die Erotik oder andere Gemeinsamkeit betrifft.
Neben deiner Eigenständigkeit sind Offenheit und Ehrlichkeit willkommen, vor allem deiner selbst wegen. Wo dies lebendig ist, geht deine Beziehung sehr intensiv und darüber hinan.

Wesen fühlen sich wohl, wenn sie tun können, wonach ihnen die Sinne und das Empfinden stehen. Und dies leben und lieben sie ebenso in ihren Beziehungen. 

Ist das die freieste Lebensform sowie der lebendigste Lebensstrom, weil selbst die Einsamkeit dies nicht bietet. In Liebe.

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